Sonntag, 11. Januar 2015

Tribut in Gedenken an meine ermordeten, französischen Kollegen von Charlie Hebdo

Erol ist kein politischer Karikaturist und wäre sicher kein Zeichner für Charlie Hebdo. Dafür habe ich wohl zuviel Respekt für meine Mitmenschen übrig und wäre nicht in der Lage solche spitzen Federn anzuwenden. Ich mag konstruktive Kritik und Debatten ohne Beschimpfungen. Blasphemie kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Letztlich bringt diese auch nichts und führt nur dazu, dass Gefühle Gläubiger verletzt werden. Gegen die Darstellung realer Personen oder kritisierbarer Alltagssituation ist nichts einzuwenden, finde ich sogar hilfreich der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Oliver Kalkofe hat die richtigen Worte zur aktuellen Lage gefunden, wie man im unteren Video hören kann.

Dennoch sind es Kollegen, die einer Gruppe von Spinnern zum Opfer fielen, die glaubten Muslime zu sein und sich berechtigt glaubten ihre Ansicht vom Islam zu verteidigen.

Für mich ist ihr Einstand für den Glauben nichts Anderes als was Ihr Leben vor dem Attentat und der Geiselnahme auch schon war: Das Leben von Kleinkriminellen, gescheiterten Existenzen und Ganoven.

Man möge mir verzeihen, wenn ich lediglich die vier bekannten Zeichner des Magazins karikiert habe. Diese stehen natürlich stellvertretend für alle 17 Opfer des Massakers von Paris, die aus der Redaktion, dem jüdischen Supermarkt, die Polizistin und der Polizist auf der Straße.

Erol ist sicher nicht Charlie, wie ich oben erklärt habe, jedoch stehe ich voll dazu, dass in Namen Gottes niemand das Recht hat andere zu töten. Gerade der Islam hat genug große Vorbilder hervorgebracht, von denen auch heute noch Gläubige und Neugierige Liebe und Toleranz lernen können. In der Türkei wäre u.A. Mevlana und Yunus Emre zu erwähnen.

In Gedenken an Stéphane Charbonnier (Charb), Jean Cabut (Cabu), Georges Wolinski, Bernard Verlhac (Tignous)

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